26.09.2011
Die Fachkommission für Bildung, Jugend, Kultur und Forschung (EDUC) tritt am kommenden Mittwoch in der bulgarischen Hauptstadt Sofia zusammen. Hauptpunkt der Tagesordnung ist die Auszeichnung "Kulturhauptstadt Europas": ihre Perspektiven sowie die Möglichkeiten, eine dauerhaftere und nachhaltigere Wirkung zu gewährleisten und das Auswahlverfahren zu straffen. Ebenfalls erörtert wird der Beitrag der Fachkommission EDUC zu der Debatte über den mehrjährigen Finanzrahmen nach 2013.
Seit seiner Einrichtung im Jahr 1985 hat das Programm "Kulturhauptstadt Europas" zunehmend an Bedeutung gewonnen und ist rasch zu einem wichtigen Highlight geworden, das den Reichtum und die Vielfalt der Kulturen in Europa deutlich macht. Es hat in einer Phase der raschen Expansion der Europäischen Union einen besonderen Beitrag zu ihrem Zusammenwachsen geleistet. Da die Europäische Kommission derzeit an einem neuen Rechtsrahmen für die "Kulturhauptstadt Europas" arbeitet, wird Anton Rombouts (NL/EVP), Bürgermeister von 's-Hertogenbosch, eine Stellungnahme zu den Zukunftsperspektiven und möglichen Verbesserung der positiven Wirkung dieses Programms vorlegen.
Der Berichterstatter ist überzeugt, dass das Programm in vielerlei Hinsicht ein erhebliches Potenzial aufweist. Kulturtourismus und intelligente Investitionen in Sport und Bildung steigern den Wohlstand der Kommunen und bringen so die Ziele der Strategie Europa 2020 näher. Außerdem – so Anton Rombouts – "trägt dieses Programm auch zur Errichtung eines Europas der Zukunft bei, in dem sich – parallel zu der sich herausbildenden übergreifenden europäischen Identität – auch die lokalen Kulturen gedeihen können”. Außerdem wird das Interesse junger Menschen in Kulturveranstaltungen und Sport geweckt, ihr Horizont erweitert und der multikulturelle Dialog ermöglicht.
Für die Zukunft empfiehlt der Berichterstatter mehr Engagement dafür, die Auszeichnung unter stärkerer Beteiligung der Europäischen Kommission in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Für die Vorbereitungsphase sollten Ressourcen in Form von finanzieller Unterstützung und Öffentlichkeitsarbeit bereitgestellt werden. Die positive Wirkung der Auszeichnung sollte in allen Bewerberstädten dadurch sichergestellt werden, dass diese sich dazu verpflichten, sich über mehrere Jahre an die für die Bewerbung eingereichten Programme zu halten – unabhängig davon, welche Stadt letztlich gewinnt. Bewerbungen "funktionaler Cluster" oder "thematisch ausgerichteter Gruppierungen" könnten ebenfalls zugelassen werden, wohingegen die Auswahlverfahren transparenter werden müssen und der Jury auch weiterhin ein AdR- Mitglied angehören muss.
Die Mitglieder der Fachkommission EDUC werden außerdem das von Flo Clucas (UK/ALDE) erstellte Arbeitsdokument "Der neue mehrjährige Finanzrahmen nach 2013" erörtern.
Nach der Sitzung werden der EDUC-Vorsitzende, Alin Adrian Nica, und Malina Edreva, Mitglied des Stadtrats von Sofia, in einer Pressekonferenz die teilnehmenden Medienvertreter über die wichtigsten Schlussfolgerungen aus den Debatten informieren.
Vorsitzender der Fachkommission EDUC ist Alin Adrian Nica (RO/ALDE), Bürgermeister von Dudeștii Noi. Die Tagesordnung der Sitzung in Sofia finden Sie hier. Die nächste Sitzung der Fachkommission EDUC findet am 23. November in Brüssel statt.
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Quelle: europa.eu