07.09.2011 / Nachhaltigkeit und Ressourcen
Bericht lobt hohes Umweltbewusstsein der Bevölkerung und kritisiert Zersplitterung der politischen und rechtlichen Kompetenzen.
Das Eco-Innovation Observatory veröffentlicht jedes Jahr detaillierte Berichte über den Stand der Öko-Innovationen einzelner Länder, die einen guten Überblick über deren Fortschritte und Schwachpunkte geben und Vergleiche mit anderen Ländern erlauben.
Im Vergleich mit anderen EU-Ländern bekommt Österreich vom Eco-Innovation Observatory eine gute Note ausgestellt. Insgesamt wird Österreich an vierter Stelle gereiht, hinter Finnland, Dänemark und Deutschland.
Gelobt werden vor allem das hohe Umweltbewusstsein der Bevölkerung, die hohe Recycling-Rate von Müll und eine Führungsposition im Bereich „passives Bauen“. Auch die hohe Rate an erneuerbaren Energien im Land wird sehr positiv bewertet.
Kritik übt die Autorin des Berichts jedoch daran, dass Österreich im Vergleich mit anderen Ländern einen hohen Ressourcen-Verbrauch hat, der auch kontinuierlich ansteigt, und das Land seine Kyoto-Ziele nicht erreichen wird.
Das Fehlen einer expliziten politischen Strategie im Bereich Öko-Innovation wird kritisch angemerkt. Auch die Zerstückelung der rechtlichen Kompetenzen wird scharf kritisiert. Insgesamt vier Ministerien sind laut Studie für Öko-Innovationen zuständig und auch das Management und die Betreuung der Aktivitäten in diesem Bereich ist auf mehrere Agenturen aufgeteilt. Diese Situation würde zu einem Wettbewerb zwischen den einzelnen Behörden führen und sei mit Schuld an der geringen Koordination der Öko-Innovations-Aktivitäten im Land, schreibt die Autorin der Studie.
Länderbericht 2010: Eco-Innovation in Austria (en, pdf)
Quelle: eu-umweltbuero.at
Das EU-Umweltbüro ist ein Arbeitsbereich im Umweltdachverband und arbeitet auf europäischer Ebene eng mit dem EEB European Environmental Bureau, dem Brüsseler Verband von mehr als 130 Organisationen, zusammen.